Auf Flughäfen zu Hause

Flughäfen haben sehr spezielle und sehr hohe Anforderungen an ihre Sicherheit. Die Abläufe vor Ort sind nicht nur außerordentlich komplex, sondern müssen auch strengen gesetzlichen Anforderungen erfüllen. In Deutschland regelt diese insbesondere das Luftsicherheitsgesetz (LuftSIG). Es legt zum Beispiel fest, welche Personen welche Art von Ausweisen und Zutrittsberechtigungen für welche Flughafenbereiche erhalten. Die Anforderungen an das Ausweis- und Berechtigungsmanagement sind enorm.

Die Herausforderungen

Zuverlässigkeitsüberprüfung

Ganz allgemein unterscheiden Flughäfen ihre Mitarbeiter in Personen mit einem speziellen Ausweis für den Luftsicherheitsbereich (die Airside) und in solche mit einem „normalen“ Mitarbeiterausweis für die übrigen Bereiche (die Landside). Personen, die an der Ausweisstelle einen Ausweis für den Luftsicherheitsbereich beantragen, benötigen eine Zuverlässigkeitsüberprüfung. Dabei wird ein Antrag an die Obere Luftfahrtbehörde des jeweiligen Bundeslandes gestellt, die die betreffende Person gegen Sicherheitsbehörden wie den Bundesnachrichtendienst, Bundes- und Landeskriminalamt, aber auch örtliche Behörden bis hin zur Finanzbehörde prüft. Außerdem darf eine Person mit einem Besucherausweis, je nach Regelung des Flughafens beziehungsweise des jeweiligen Bundeslandes, nur eine gewisse Anzahl von Besuchen pro Woche, Monat und Jahr absolvieren.

Teilnahme an gesetzlich vorgeschriebenen Schulungen und Prüfungen

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Flughafenmitarbeiter an Schulungen und Tests zum richtigen Verhalten in einem Sicherheitsbereich teilnehmen müssen. Die Teilnahme muss beantragt und die einzelnen Prüfungsergebnisse dokumentiert werden. Da die Schulungen und Prüfungen in der Regel gebührenpflichtig sind, muss eine Abrechnungsfunktion vorhanden sein.

Sperrlisten

Zusätzlich zur Zuverlässigkeitsprüfung und dem Bestehen verschiedener Sicherheitstrainings werden die Personendaten überprüft. Bevor ein Flughafenmitarbeiter seinen Ausweis erhält, findet ein Personenabgleich gegen die Sicherheitsverbotsliste der Oberen Luftfahrtbehörde statt. Hierbei handelt es sich um eine bundesweite Liste von Personen, die für Flughafensicherheitsbereiche grundsätzlich gesperrt sind, und die ständig für sämtliche Flughäfen aktualisiert wird. Parallel dazu gibt es die Hausverbotsliste des jeweiligen Flughafens.

Ausweise für Mitarbeiter von Fremdfirmen

Auf einem Flughafen sind täglich eine große Anzahl von Fremdfirmenmitarbeiter tätig. Auf einen Stammmitarbeiter können bis zu neun Fremdmitarbeiter kommen, etwa für Grundservices wie Gepäckabfertigung oder Catering, aber auch die Beschäftigten der Fluggesellschaften. Sie müssen dieselben Sicherheitsprüfungen durchlaufen wie die Flughafenmitarbeiter.

Zugangskontrollstelle

An der Zugangskontrollstelle werden alle Personen überprüft, die in den Luftsicherheitsbereich wollen. Auch hier gelten strikte Vorschriften: Zu Beispiel darf ein Besucher nur an zwölf Tagen im Kalenderjahr den Luftsicherheitsbereich betreten; hinzu kommen bundeslandindividuelle Regelungen zur Besuchshäufigkeit. Neben den Personen- existieren zudem Fahrzeugkontrollen für Lkw und Pkw. Alle relevanten Informationen müssen daher auch an der Zugangskontrollstelle verfügbar sein.

Überwachung von Fristen

Die Fristenüberwachung von Ausweisen und Berechtigungen wird flughafenweit durchgeführt. Im Flughafen ist ein Sicherheitsausweis nur so lange gültig wie das zughörige Zertifikat mit dem geringsten Ablaufdatum. Ist zum Beispiel die Gültigkeit der Zuverlässigkeitsüberprüfung abgelaufen, muss der Ausweis für sämtliche Sicherheitsbereiche gesperrt werden. Das gilt auch, wenn eine Person beispielsweise auf eine Sperrliste gesetzt wird oder ein Flughafenmitarbeiter eine vorgeschriebene Prüfung nicht besteht.

Die Lösung: Nexus CardDesk

Mit Nexus CardDesk können die zahlreichen Einzelsysteme eines Flughafens in einem zentralen Dachsystem zusammengeführt werden.

  • Optisch unterschiedliche und entsprechend kodierte Ausweise für verschiedene Personengruppen
  • Drucken spezieller und Führerscheine wie Vorfeldführerschein direkt auf den Ausweis
  • Beantragung und Verwaltung von Kfz-Plaketten
  • Anbindung an Schlüsselverwaltungssysteme und Schlüsselschränke
  • Anbindung von Handheld-Terminals für die mobile Überprüfung von Berechtigungen
  • Automatische Benachrichtigung betroffener Personen bei ablaufenden Ausweisen oder anstehender Sicherheitsprüfungen
  • Selbständiges Beantragen von Zuverlässigkeitsprüfungen, Sicherheitstrainings oder Zugängen durch Fremdfirmen inklusive Kostenabwicklung mittels User-Self-Services
  • Anbindung an biometrische Erfassungssysteme
  • Anbindung von Unterschriftenpads für digitale Signaturen

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